Der Rechtsextremismus ist eine Herausforderung für Staat und Gesellschaft. Rechtsextremisten gefährden die Demokratie und das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserem Lande. Sie beeinträchtigen die Innere Sicherheit und schaden dem Ansehen Deutschlands.
Es gibt im Rechtsextremismus weder eine einheitliche Ideologie, noch ein einheitliches Auftreten. Nahezu alle Rechtsextremisten verbindet allerdings die rassistische Vorstellung, die Menschen seien aufgrund ihrer jeweiligen Herkunft höher- oder minderwertig. In diesem Sinne streben die Rechtsextremisten einen Staat auf der Grundlage einer ethnisch „reinen“, d.h. homogenen, Volksgemeinschaft an. Das Staatswesen soll nicht auf demokratischen Grundsätzen beruhen, sondern autoritär sein. Der Einzelne wird seiner elementaren Freiheitsrechte beraubt und hat sich bedingungslos unterzuordnen.
Die Gefahren dieser Menschen verachtenden Weltanschauung liegen auf der Hand. Rechtsextremisten sind nicht an einem demokratischen Diskurs interessiert. Sie bekämpfen alle, die nicht ihrem Weltbild entsprechen, in aggressiver Weise - sei es als geistige Brandstifter oder gar als Gewalttäter. Damit versuchen sie, die Gesellschaft zu spalten und den inneren Frieden zu untergraben.
Dem Rechtsextremismus und seinen Protagonisten entschieden entgegen zu treten bleibt daher eine vorrangige Aufgabe. Staat und Gesellschaft sind hierbei gleichermaßen gefordert.
Das rechtsextremistische Spektrum lässt sich in vier Erscheinungsformen bzw. Strömungen unterteilen:
- Subkulturell geprägte Rechtsextremisten
- Neonationalsozialisten (Neonazis)
- Rechtsextremistische Parteien
- Sonstige Rechtsextremisten.
Gewaltbereite Rechtsextremisten stellen keine eigenständige Strömung dar. Sie sind in unterschiedlichem Umfang eine Schnittmenge aus Angehörigen der vorgenannten Gruppen.

